Satzung

Satzung der Stadtsing- und Musikschule Kolbermoor

Die Stadt Kolbermoor erlässt aufgrund der Art. 23 und 24 Abs. 1 Nr. 1 der Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern folgende Satzung:

§ 1 Allgemeines

  1. Die Stadtsing- und Musikschule Kolbermoor ist eine öffentliche Einrichtung der Stadt Kolbermoor für ihre Bürgerinnen und Bürger.
  2. Durch Vereinbarung kann ein besonderes Benutzungsverhältnis mit Bürgerinnen und Bürgern aus anderen Gemeinden (Gastschülerinnen und Gastschüler) begründet werden. Für dieses Benutzungsverhältnis gelten die Regelungen dieser Satzung entsprechend. In der Gebührensatzung können abweichende Gebührensätze für Gastschülerinnen und Gastschüler festgelegt werden.
  3. Mit dem Angebot der Stadtsing- und Musikschule Kolbermoor sollen die musikalischen Fähigkeiten bei Musikinteressierten jeden Alters - insbesondere bei Kindern und Jugendlichen – erschlossen und gefördert werden. In Ergänzung zum Musikunterricht in Kindertagesstätten und allgemeinbildenden Schulen sind die Heranbildung des Nachwuchses für das Laienmusizieren, Begabtenförderung sowie eine vorberufliche Fachausbildung ihre besonderen Aufgaben.

 § 2 Aufbau

Die Ausbildung erfolgt in Anlehnung an den Strukturplan des Verbandes deutscher Musikschulen und nach den Bestimmungen der Bayerischen Sing- und Musikschulverordnung. Es sind folgende Ausbildungsstufen eingerichtet:

1. Frühförderung (Klassenunterricht)

- Elementare Musikerziehung: Musikalische Früherziehung und Grundausbildung

- Musikspielwiese

2. Orientierungsstufe (Klassenunterricht und Gruppenunterricht)

- Orffgruppe

- Instrumentenkarussell

- Kinderchöre

3. Instrumentale und vokale Hauptfächer (Einzel- und Gruppenunterricht)

- Instrumental- und Vokalunterricht in den Fachbereichen

Kinder sollen vor Aufnahme des Instrumental- oder Vokalunterrichtes ein Fach der Elementaren Musikerziehung besucht haben. Über Ausnahmen entscheidet die Schulleitung.

4. Ensemble- und Ergänzungsfächer (Klassenunterricht)

- Bläserklassen, Singklassen in Kooperation mit den Grundschulen

- Spielkreise, Instrumentalensembles, Chöre, Orchester, Bands, Kammermusik

- Kurse, Workshops auch in Theoriefächern

Die Teilnahme an Ensemble- und Ergänzungsfächern steht auch Interessenten offen, die keinen Hauptfachunterricht an der Musikschule belegen. Die Einteilung zum Ensemblefach nimmt der Hauptfachlehrer im Einvernehmen mit dem Schulleiter vor. Alle Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Oberstufe sollten zusätzlich zum Hauptfachunterricht ein Ensemblefach belegen.

 

§ 3 Organisation

1. Unterrichtszeiten

Das Unterrichtsjahr beginnt am 1. September und endet am 31. August des Folgejahres. Es gilt die staatliche Ferien- und Feiertagsregelung der allgemeinbildenden Schulen in Bayern. 

Die Dauer der Unterrichtseinheiten im Einzelnen ist in der Gebührensatzung geregelt.

2. Unterrichtsstätten

Der Unterricht wird in den von der Stadt Kolbermoor zur Verfügung gestellten Räumen erteilt. Ein Anspruch der Schülerin oder des Schülers auf einen bestimmten Unterrichtsraum besteht nicht.

3. Instrumente

Grundsätzlich muss jede Schülerin und jeder Schüler am Hauptfachunterricht zu Schuljahresbeginn ein eigenes, für den Lernfortschritt geeignetes Instrument besitzen. 

Die Stadtsing- und Musikschule verfügt über einen Bestand an Leihinstrumenten.  Für die Bereitstellung wird eine in der Gebührensatzung festgelegte Wartungs- und Verwaltungspauschale erhoben.  

Bei Verlust und Beschädigung haftet der Entleiher/in bzw. dessen gesetzlicher Vertreter in vollem Umfang. Es wird der Abschluss einer Instrumentenversicherung empfohlen.

Leihinstrumente und Zubehör sind auf entsprechende Anweisung der Stadtsing- und Musikschule auf Kosten des Entleihers zu pflegen und instand zu halten. Über Einzelheiten der Pflege hat sich die Schülerin oder der Schüler bei der Fachlehrkraft in Kenntnis zu setzen. Mit Reparaturen dürfen nur Firmen beauftragt werden, die von der Stadtsing- und Musikschule benannt wurden. Leihinstrumente und Zubehör dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden.

4. Leistungen der Schülerinnen und Schüler und Verhalten in der Schule

Die Stadtsing- und Musikschule setzt voraus, dass sich jede Schülerin und jeder Schüler durch Mitarbeit im Unterricht und durch regelmäßiges Üben zuhause um Fortschritte bemüht. Sollten sich im Laufe der Zeit keine Erfolge einstellen, hat die Schulleitung das Recht, in Absprache mit dem Lehrer den Unterricht abzubrechen. Regelmäßiger und pünktlicher Besuch der Unterrichtsstunden ist verpflichtend.

Die Schülerin und der Schüler hat den Anordnungen der Lehrkräfte sowie der Verwaltung, soweit sie die äußere Ordnung betreffen, Folge zu leisten.

Alle Einrichtungen der Schule sind pfleglich zu behandeln. Schuldhaft verursachter Schaden muss ersetzt werden.

Die Bereitschaft zur Teilnahme an Schulveranstaltungen, Vorspielen und Konzerten wird vorausgesetzt.

Öffentliches Auftreten sowie Meldungen zu Wettbewerben in den an der Musikschule belegten Fächern sollten erst nach Rücksprache mit der Lehrkraft erfolgen.

5. Gebühren

Die Teilnahme am Unterricht der Stadtsing- und Musikschule ist gebührenpflichtig. 

Gebührenhöhe und Zahlungsmodalitäten sind in der Gebührensatzung geregelt.

6. Unterrichtsausfall

Verhinderungen der Schülerin bzw. des Schülers sind der Lehrkraft rechtzeitig vor Unterrichtsbeginn anzuzeigen. Versäumte bzw. nicht wahrgenommene Unterrichtsstunden werden nicht nachgeholt und befreien nicht von der Zahlung der Unterrichtsgebühren.

7. Anmeldung

Für die Anmeldung und Ummeldung zu einem anderen Unterrichtsfach ist ein dafür bereitgestelltes Formblatt in der Stadtsing- und Musikschule unterzeichnet einzureichen. Bei Minderjährigen ist die Unterzeichnung durch die gesetzlichen Vertreter erforderlich. Mit der Unterschrift werden diese Satzung sowie die Gebührensatzung anerkannt.

Die Einschreibezeit im Mai/Juni für den Beginn eines neuen Schuljahres ist wahrzunehmen. 

Ein Rechtsanspruch auf Aufnahme in die Stadtsing- und Musikschule besteht nicht. Über die Aufnahme entscheidet der Schulleiter. Ein Anspruch auf Erteilung eines bestimmten Fachunterrichtes ist ausgeschlossen.

Die Anmeldung wird erst mit Erhalt der Anmeldebestätigung rechtsgültig. 

Die Anmeldeformulare müssen für jedes Schuljahr neu ausgefüllt werden. 

8. Abmeldung

Falls für das folgende Schuljahr keine erneute Anmeldung erfolgt, gilt die Schülerin bzw. der Schüler zum 31. August des abgelaufenen Schuljahrs als abgemeldet. 

Eine Abmeldung während des Schuljahres ist nur in begründeten Ausnahmefällen in schriftlicher Form mit 3-monatiger Kündigungsfrist möglich.

 

§ 4 Gesundheitsbestimmungen, Aufsicht, Haftung

1. Gesundheitsbestimmungen

Beim Auftreten ansteckender Krankheiten gelten die Gesundheitsbestimmungen für allgemeinbildende Schulen (insbesondere Bundesseuchengesetz, Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung übertragbarer Krankheiten beim Menschen).

2. Aufsicht

Eine Aufsichtspflicht seitens der Stadtsing- und Musikschule besteht nur während der Unterrichtszeit. Die Unterrichtszeit beginnt und endet mit dem Melden und Verabschieden bei der Lehrkraft im vereinbarten Unterrichtsraum.

3. Haftung

Jede Schülerin und jeder Schüler der Stadtsing- und Musikschule, bei Minderjährigen die Erziehungsberechtigten, sind für die pflegliche Behandlung und pünktliche Rückgabe von Schuleigentum, das ihnen zur Benutzung überlassen wurde, verantwortlich. 

Jede Schülerin und jeder Schüler haftet für alle von ihm zu vertretenden Beschädigungen und Verunreinigungen im Schulgebäude, Unterrichtsraum oder an Instrumenten. Das gleiche gilt bei Verlust von Schuleigentum. Bei Minderjährigen haften die gesetzlichen Vertreter.

Eine private Haftpflichtversicherung wird angeraten.

Die Stadtsing- und Musikschule haftet nicht für Eigentum der Schülerinnen und Schüler, es sei denn, für Schäden, die während der Unterrichtszeiten von der Lehrkraft verursacht worden sind oder solche, die auf mangelnde Sicherheitsvorkehrungen an Räumen und Inventar zurückgeführt werden können, im Rahmen der allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen.

 

§ 5 Inkrafttreten

Die Satzung tritt am Tag nach ihrer Bekanntmachung in Kraft.

 

Peter Kloo

Erster Bürgermeister

 

 

 

Satzung über die Erhebung von Gebühren

für die Stadtsing- und Musikschule Kolbermoor 
(Gebührensatzung Stadtsing- und Musikschule Kolbermoor)

zuletzt geändert durch Satzung vom 10. März 2016

 

Aufgrund der Art. 1, 2 Abs. 1 und Art. 8 des Kommunalabgabengesetzes (KAG) erlässt die Stadt Kolbermoor folgende Satzung:

 §1 Gebührenpflicht und Gebührenschuldner

(1) Die Stadt Kolbermoor erhebt für Teilnahme am Unterricht der Stadtsing- und Musikschule Kolbermoor sowie für die Bereitstellung von Instrumenten Gebühren bzw. Wartungs- und Instandhaltungspauschalen nach der Maßgabe der nachfolgenden Satzungsbestimmungen.

(2) Gebührenschuldner ist, wer die Stadtsing- und Musikschule Kolbermoor in Anspruch nimmt. Für die Gebührenschuld haften die gesetzlichen Vertreter als Gesamtschuldner.

§2 Entstehen und Fälligkeit der Gebühren

(1) Die Gebührenschuld entsteht mit dem Erhalt der Anmeldebestätigung.

(2) Die Unterrichtsgebühren sind Jahresgebühren, die von dem bei der Anmeldung angegebenen Konto abgebucht werden. Die Abbuchung erfolgt in 6 Raten zu je 2 Monaten während des laufenden Schuljahres und zwar in den Monaten November, Dezember, Februar, April, Juni und August.

§3 Gebührenhöhe, Gebührenmaßstab

(1) Für in Kolbermoor wohnhafte Schülerinnen und Schüler gelten die Unterrichtsgebühren entsprechend Anlage 1.

(2) Für Gastschülerinnen und Gastschüler gelten die Unterrichtsgebühren entsprechend Anlage 2.

§4 Ermäßigungen

(1) Für Familien, bei denen zwei oder mehr Kinder ein Instrumental-Hauptfach belegen, gelten folgende Ermäßigungen auf die Unterrichtsgebühren:

2. Kind: 25%

3. Kind: 50% (Ausnahme: Gastschülerinnen/Gastschüler nur 25%)

       ab dem 4. Kind frei (Ausnahme: Gastschülerinnen/Gastschüler nur 25%).

(2) Belegt eine Schülerin oder ein Schüler ein weiteres Instrumental-Hauptfach, so werden die Unterrichtsgebühren für alle zusätzlichen Instrumental-Hauptfächer um 25 % ermäßigt.

 (3) Es wird eine Sozialermäßigung auf die nach Abzug der Familienermäßigung verbleibenden Gebühren auf schriftlichen Antrag gewährt.

a) Die Gebühren werden um 25 % ermäßigt für Schülerinnen und Schüler oder deren Unterhaltspflichtigen,

  • die Leistungen nach dem Wohngeldgesetz (WoGG) oder
  • die Kindergeldzuschlag nach SGB III (Arbeitsförderungsgesetz) beziehen

b) Die Gebühren werden um 50 % ermäßigt für Schülerinnen und Schüler oder deren Unterhaltspflichtigen,

  • die Leistungen zur Hilfe zum Lebensunterhalt oder Grundsicherung im Alter bzw. bei Erwerbsminderung nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII) oder
  • die Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts (Arbeitslosengeld II und Sozialgeld) nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) oder
  • die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen.

Falls keines der o. g. Kriterien zutrifft, kann in besonderen Härtefällen im Einzelfall eine Ermäßigung gewährt werden.

Diejenigen Schülerinnen und Schüler, die einen Rechtsanspruch auf Bildungs- und Teilhabeleistung haben, müssen diese Leistungen vor Erhalt der Sozialermäßigung beantragen. Gewährte Bildungs- und Teilhabeleistungen sind für die Musikschule zu verwenden, sofern sie nicht bereits für andere Teilhabeangebote verwendet werden. Die Teilhabeleistungen werden von der sozialermäßigten Unterrichtsgebühr in Abzug gebracht.

Der Nachweis wird durch Vorlage entsprechender Bescheide geführt. Bei den unter lit. a und b genannten Bescheiden darf das Bescheiddatum bei Antragstellung für die Sozialermäßigung nicht älter als 4 Wochen sein.

Die Sozialermäßigung gilt nicht für Gastschüler.

§5 Unterrichtsausfall, Rückerstattung

  • Von der Schülerin oder dem Schüler verursachte Unterrichtsausfälle begründen keinen Anspruch auf Rückerstattung der Gebühren.
  • Bei Erkrankung der Schülerin oder des Schülers von mehr als 4 zusammenhängenden Unterrichtswochen werden die Unterrichtsgebühren auf schriftlichen Antrag und gegen Vorlage eines ärztlichen Attestes für diesen Zeitraum erstattet. Der Antrag auf Erstattung ist im gleichen Musikschuljahr bei der Schulleitung zu stellen.
  • Wird der Unterricht aufgrund einer Verhinderung einer Lehrkraft länger als 3 zusammenhängende Unterrichtswochen unterbrochen, wird die Unterrichtsgebühr auf schriftlichen Antrag erstattet.

§6 Wartungs- und Verwaltungspauschale für Leihinstrumente

  • Die Wartungs- und Verwaltungspauschale für Leihinstrumente wird für in Kolbermoor wohnhafte Schülerinnen und Schüler sowie Gastschülerinnen und -schüler einheitlich festgelegt.
  • Die Wartungs- und Verwaltungspauschale wird für das Schuljahr erhoben. § 2 Abs. 2 gilt entsprechend.
  • Die Höhe der Wartungs- und Verwaltungspauschale richtet sich nach dem Wert des entliehenen Instrumentes und ist wie folgt gestaffelt:

Wert des Instrumentes bis       500 €                          54 € pro Schuljahr 

Wert des Instrumentes bis    1.000 €                        108 € pro Schuljahr 

Wert des Instrumentes über 1.000 €                         165 € pro Schuljahr 

Ermäßigungen werden nicht eingeräumt.

  • Das Leihinstrument ist zum Ende eines Schuljahres abzugeben.

§7 Inkrafttreten

Diese Satzung tritt am Tag nach ihrer Bekanntmachung in Kraft.

 

Kolbermoor, den 27. Juli 2012 

Kloo

Erster Bürgermeister

 

Anlage 1 

Unterrichtsgebühren für Kolbermoorer Schüler der Stadtsing- und Musikschule Kolbermoor

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Anlage 2 

Unterrichtsgebühren für Gastschülerinnen und Gastschüler der Stadtsing- und Musikschule Kolbermoor 

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